In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
„Klaus Störtebeker – Zwischen Mythos und Wahrheit“ ist eine Sammlung von Briefen zwischen zwei Brieffreunden, die sich mit dem Wahrheitsgehalt der Sagen und Legenden um Klaus Störtebeker auseinandersetzen. Ergänzend dazu gibt es eine App mit einem Zeitstrahl, der den Inhalt der Briefe noch einmal fachlich und chronologisch zusammenfasst.
Zudem ist das Ergebnis des Kurzprojekts „Fundstück” dokumentiert. Es handelt sich um ein kleines, selbst produziertes Skizzenbuch, in dem vorne experimentelle Grafiken aus dem Fundstück zu sehen sind, die mit dem Riso-Drucker gedruckt wurden.
Mein Kurzprojekt „Fundstück“ befasst sich mit dem Fantasybuch Aschamdon. Das ist der erste Band der Amizaras-Chronik.
Zielgruppe des Fundstücks
- LeserInnen von Urban-Fantasy
- ca. 16 Jahre bis Erwachsene
- LeserInnen, die nicht vor umfangreichen Büchern, komplexen Handlungen & düsteren/ersten Themen zurückschrecken
- Leserinnen, die ein aufwendig & schön gestaltetes Buch zu schätzen wissen
Persona - Tobias König
Name
- Tobias König
Demografische Daten
- 21 Jahre
- mittelgroße Stadt in Deutschland --> Halle (Saale)
- Informatikstudent
Bio
Tobias studiert Informatik und liest in seiner Freizeit gerne. In seiner Kindheit hat er die Harry-Potter-Bücher für sich entdeckt. Später stieß er dann auf Autoren wie Tolkien und George Martin. Seitdem ist er ein großer Fan von Fantasy-Büchern. Neben Büchern ist seine zweite große Leidenschaft Pen-and-Paper-Rollenspiele.
Wünsche & Bedürfnisse
- kurze Realitätsflucht durch Fantasy Bücher
- gedanklich ein Teil von Fantasy-Geschichten werden
- komplexe Geschichten, die auch zum Nachdenken anregen
Werte
- tiefgehende
Frustrationen
- oberflächliche / vorhersehbare Geschichten
- schlecht ausgearbeitete Fantasywelten
Hierbei soll ein Konzept für das Fundstück entwickelt werden, das es für die neue Zielgruppe ansprechend gestaltet.
In einem Workshop haben wir dann unsere Skizzenbücher gebunden.
Das Falten hat noch gut funktioniert, allerdings hatte ich Probleme beim Aufschneiden der einzelnen Bögen.
Mehr Probleme hatte ich beim Heften. Beim ersten Versuch sah am Ende alles komisch aus. Ich hatte keinen schönen Buchrücken und das Buch ließ sich auch komisch aufschlagen. Deshalb habe ich die Heftung noch einmal aufgetrennt und von vorne angefangen. Danach sah es deutlich besser aus.
Danach haben wir den Buchblock zugeschnitten. Jetzt fehlt nur noch der Buchdeckel.
Idee 1
- offener Buchrücken (so dass man Heftung sieht)
- zweifarbiger Buchdeckel
--> zb. rechts dunkles Blau, links helles Blau / Lila
- Material: dicker Karton mit Stoff bezogen
--> zb. Wildleder oder Leinen
- entlang Farbwechsel verläuft gestickte Zickzack-Linie mit pinkem Fade oder ein gesticktes Motiv
--> Motiv zb. Yggdrasil (Baum des Lebens), 2 gekreuzte Schwerter
- Eckenschutz für die Kanten
Idee 2
- offener Buchrücken (so dass man Heftung sieht)
- Cover & Rückseite aus Holz (zb. Gebeiztes Sperrholz)
--> a) Motiv in Holz brennen
--> b) Motiv mit Lasercutter ausschneiden
- Motive: Yggdrasil (Baum des Lebens), Engel- & Dämonen-Flügel (eins auf Vorder- & eins auf Rückseite), 2 gekreuzte Schwerter
Schlussendlich habe ich mich dazu entschieden, den Buchdeckel aus Holz zu fertigen und das Motiv „Yggdrasil” (Baum des Lebens) einzubrennen. Die Idee mit dem Leder ist einerseits rausgefallen, weil ich Bedenken hatte, dass das Leder zum Sticken zu dick ist. Andererseits kann ich nicht sticken und hätte es für dieses Projekt erst lernen müssen. Da war mir die Gefahr dann zu groß, dass das Ergebnis nicht gut aussieht.
Außerdem finde ich, dass das Holz und das Motiv gut zum Inhalt des Skizzenbuchs passen. Holz wurde im Mittelalter häufig als Buchdeckel verwendet. Oftmals wurde es mit Leder bezogen, manchmal aber auch, wie ich es jetzt gemacht habe, so belassen. Dadurch wirkt das Buch wie ein Artefakt, was den Charakter meines Fundstücks widerspiegelt. Das Buch Aschamdon, mein Fundstück, handelt zudem von Unsterblichkeit und Schöpfungsmythen. Deshalb fand ich das Motiv des Baums des Lebens passend. Es verbindet religiöse Bedeutungen, Gut und Böse sowie das Unsterblichkeitsthema miteinander. Der Inhalt des Skizzenbuchs wurde außerdem mit dem Riso-Drucker gedruckt, was ein vollkommen biologisches Druckverfahren ist, wozu das natürliche Material Holz sehr gut passt. Der Reiz des Risos liegt im Unperfekten, was sich auch im eingebrannten Motiv widerspiegelt. Weil ich das Unperfekte und Handgemachte beibehalten wollte, habe ich mich gegen den Lasercutter entschieden.
Nach einer Feedbackrunde habe ich meine Idee noch einmal überarbeitet und konkretisiert. Dabei sind die folgenden drei Ideen entstanden:
- Mystery Box
- Spurensuche
- Zeitstrahl
Mir gefallen die Mystery Box und die interaktive Spurensuche am besten. Bei der Spurensuche habe ich jedoch die Befürchtung, dass die Entwicklung des Ermittlungsbogens und des Erlebnisses den Fokus von der Gestaltung nimmt. Deshalb tendiere ich zu der Mystery Box.
Außerdem habe ich mir drei Sagen ausgesucht, mit denen ich gerne weiterarbeiten möchte. Später werde ich mich dann auf eine beschränken und sie ausführlich recherchieren.
Alle Sagen stammen aus der Nähe meiner Heimatregion und sind mir schon seit Längerem bekannt. Es gibt relativ gute und viele Quellen sowie teilweise Dinge/„Beweise”, die man sich heute noch vor Ort anschauen kann.
Um die Zielgruppe meiner Projektideen besser zu verstehen, habe ich Freunde und flüchtige Bekannte, die zur jeweiligen Zielgruppe passen, befragt.
Allgemein überschneiden sich die Zielgruppen erst einmal. Die Mystery Box und die Spurensuche sprechen eher jüngere Personen an, der Zeitstrahl eher etwas ältere. Bei der Mystery Box und der Spurensuche geht es im Gegensatz zum Zeitstrahl eher um das Erlebnis als um die Fakten. Die Mystery Box ist eher etwas für passivere Personen, wohingegen die Zielgruppe der Spurensuche aktiv an dem Rätsel beteiligt sein möchte.
Mein Poster zeigt zunächst einmal meine drei verschiedenen Ideen und wie deren Umsetzung grob aussehen könnte. Zudem habe ich drei verschiedene Handschriften ausgewählt. Außerdem habe ich eine erste monochrome Farbpalette erstellt und drei Akzentfarben ausgewählt.
Nachdem ich mit der Konzeption weiter war, habe ich ein weiteres Plakat erstellt. Es ist zwar noch nicht perfekt, aber ich habe es anschließend nicht mehr überarbeitet. Zu diesem Zeitpunkt war mir die Erstellung und Umsetzung eines finalen Konzepts wichtiger.
Die Briefsammlung möchte ich im Artefaktstil gestalten.
- vergilbtes/gealtertes Briefpapier
- Text im Schreibmaschinenstil
- handschriftliche Randnotizen
- alte Schwarz-Weiß-Fotografien
- Vintage-Briefmarken und -Poststempel
Für die Online-Anwendung habe ich zwei verschiedene Ideen.
Entweder im gleichen Artefakt-Stil wie die Briefe.
- Papierelemente
- Farbflächen mit abgerissenem Papier
- Seitenhintergrund
- Handschrift für Überschriften
Oder im Kontrast zur Briefsammlung einen moderneren Stil, welcher auch mein Favorit wäre.
- Rundungen/runde Elemente
- Farbflächen
- Linien (als Trennung, im Hintergrund)
Bevor ich irgendetwas anderes gemacht habe, habe ich erst einmal zwei Personas erstellt: die Forscher. Dadurch habe ich einen zeitlichen Rahmen und Handlungsort festgelegt sowie ihre Positionen bestimmt. Margarethe, die fast alles für erfunden hält, und Heinrich, der fast alles aus den Legenden glaubt.
Später werden diese Personas auch der finalen Briefsammlung zum besseren Verständnis beigelegt.
Die Recherche basiert auf einer Facharbeit, die ich einmal geschrieben habe. Diese habe ich in Stichpunkten zusammengefasst und nach Mythos sortiert. Jeder Brief soll dann einen Mythos abarbeiten.
Beim Schreiben der Briefe habe ich mich an der folgenden Tabelle orientiert.
Zunächst habe ich für jede Kategorie, für die ich eine Schriftart benötige, mehrere Schriftarten herausgesucht.
Die besten davon habe ich miteinander kombiniert und drei verschiedene Styleguides erstellt.
Daraufhin habe ich das Feedback erhalten, dass damals noch nicht farbig markiert wurde, geschweige denn mit den herausgesuchten Farben. Deshalb werden die Randnotizen mit einem blauen Füller geschrieben und die letzten drei Briefe mit einem blauen Kugelschreiber, da dieser zu dieser Zeit populär wurde. Außerdem habe ich beschlossen, die Randnotizen per Hand zu ergänzen.
Im späteren Verlauf habe ich dann noch einen finalen Styleguide erstellt. Da sich einiges noch einmal geändert hatte. Dennoch haben mir die oberen Varianten bei der Schriftauswahl geholfen.
Ich habe verschiedene Papiere besorgt und dann jeweils eine Seite eines Briefes darauf ausgedruckt. Die Vintage-Papiere sehen zwar schön aus, aber einerseits stört das Papier die Lesbarkeit und andererseits wirken die Briefe viel zu alt. Das Papier passt also nicht zur Zeit der Briefe. Das gemusterte Elfenbeinpapier ist farblich schön, aber das Muster ist viel zu penetrant und wirkt unnatürlich.
Schlussendlich habe ich dann noch einmal elfenbeinfarbenes Papier bestellt, das es dann auch geworden ist. Es könnte zwar etwas dünner sein, aber das gab es nicht. Farblich passt es ganz gut und von allen getesteten Papieren wirkt es am realistischsten. Zudem habe ich passende Briefumschläge gefunden, was bei den anderen Papieren nicht der Fall war.
Für den Zeitungsartikel habe ich mich für recyceltes Druckerpapier entschieden, da es recht dünn ist und eine leicht gräuliche Färbung hat, also so wie Zeitungspapier. Gerne hätte ich noch dünneres Papier verwendet, aber ich habe nichts passendes gefunden. Bei noch dünnerem Papier würde das Drucken außerdem schwierig werden.
Hierbei habe ich zwei von mir geschossene Bilder der KI an die jeweilige Zeit angepasst.
In die Karte werden dann die Wege der Vitalienbrüder per Hand eingezeichnet.
Dies ist zunächst einmal eine Sammlung aller Materialien, die ich zu Störtebeker gefunden habe und die ich rechtlich verwenden darf. Ob und inwiefern ich diese Materialien benutze, weiß ich noch nicht.
Stand 08.06
Zunächst habe ich die Briefe ausgedruckt und die Briefumschläge produziert. Bei den Briefen fehlen jedoch noch die handschriftlichen Randnotizen. Zudem habe ich die Personen- und Kontextkarten erstellt und das ergänzende Material ausgedruckt. Außerdem habe ich alles in einen passenden Karton getan. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Karten wegen der Kartonfarbe untergehen. Da kam mir der Gedanke, den Karton in einem ähnlichen Blauton wie die App anzumalen. Dadurch heben sich die Karten ab und der Karton wirkt hochwertiger.
Stand 22.06
Da der Einwand kam, der Karton sei zu groß, habe ich diesen zunächst verkleinert. Zudem habe ich die handschriftlichen Notizen bei den Briefen ergänzt. Außerdem habe ich ein Leporello anstelle der Kontext- und Charakterkarte erstellt und Sticker für die Briefe gestaltet.
Stand 29.06
Ich habe mir noch einmal Gedanken über den Karton gemacht. Um ihn hochwertiger und ansprechender aussehen zu lassen, habe ich versucht, eine Art Schatulle aus Graupappe zu bauen. Es war jedoch sehr schwierig, den Deckel so anzupassen, dass er nicht zu groß oder zu klein war. Zudem wirkte das Ganze recht gebastelt und war auch leicht instabil, da die Graupappe zu dünn war. Bei dickerer Pappe hätte ich aber wahrscheinlich Probleme beim Falzen bekommen. Deshalb habe ich das abgebrochen.
Stattdessen habe ich nach einer passenden Schatulle gesucht und bin schließlich auf ein Modell aus Holz gestoßen. Es ist stabil und wirkt hochwertig. Ich möchte sie später dann noch mit Papier kaschieren.
Stand 06.07.
Ich habe die Schatulle mit Papier bezogen. Es ist zwar nicht perfekt geworden, aber besser, als ich erwartet habe. Von weitem kann sie sich sehen lassen, von nahem sieht man leider einige Mängel. Aber ich finde, für einen per Hand gemachten Prototypen ist sie gut geworden.
Außerdem habe ich die Sticker ausgedruckt und auf die Briefe geklebt sowie die Karte überarbeitet und final ausgedruckt. Somit sind die Print-Sachen vollständig und fertig produziert.
Unter dem folgenden Link sind alle InDesign-Dateien mit allen getroffenen Einstellungen für die Briefe, die Sticker und das Leporello zu finden.
https://nextcloud.hof-university.de/s/mX5ZRasowqDRWNX
Ich habe meist mit Absatzformaten gearbeitet. Beim Leporello habe ich jedoch eine Musterseite verwendet, um einerseits einen Seitenhintergrund und andererseits Hilfslinien für die spätere Faltung zu haben.
Ich habe ein erstes grobes Konzept erstellt, das zeigt, wie ich mir den Aufbau und das Design der App vorstelle.
Stand 22.06
Ich habe mit der Homepage sowie den Unterseiten für die Personas und ersten Inhaltsseiten begonnen. Außerdem habe ich mit der Seite für den Zeitstrahl angefangen.
Stand 29.06
Ich habe die Online-Anwendung fertiggestellt. Dabei habe ich das Feedback berücksichtigt, die Anwendung auch ohne die Briefsammlung zu verwenden, und es in die Homepage eingearbeitet.
Stand 06.07
Die Bilder können nun im Vollbildmodus angezeigt werden. Außerdem habe ich einige Details optimiert, darunter das Design der Überschriften. So habe ich unter anderem auch die Handhabung des Zeitstrahls überarbeitet. Es ist zwar noch nicht genau so, wie ich es mir vorstelle, aber besser als vorher. Darüber hinaus habe ich die oberste Überschrift mit dem Zurückpfeil dauerhaft sichtbar gemacht, da es mich gestört hat, immer ganz nach oben zu scrollen, um eine Seite zurückzugehen. Somit ist die Online-Anwendung nun endgültig fertig.
Für die Ausstellung musste ich außerdem noch einige Kleinigkeiten am Prototypen anpassen, damit dieser auf dem Ausstellungshandy optimal zu sehen ist. Dabei fiel vor allem die Leiste mit Uhrzeit und Akku oben weg, da diese ja vom Handy selbst angezeigt wird. Zudem musste ich die Position der Navigation anpassen.
Prototyp für die Ausstellung:
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