In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
⎮ Besprechung 23.10
In der Besprechung am 23.10. wurde deutlich, dass die zweite Idee am besten zum Projekt passt. Nach genauerer Betrachtung zeigte sich, dass die erste Idee bereits auf einem stark besetzten Markt vertreten ist und daher wenig Spielraum für eine eigenständige Umsetzung bietet. Die dritte Idee wäre zwar als Ausstellungselement ebenfalls interessant, doch die zweite Idee überzeugt sowohl inhaltlich als auch konzeptionell am meisten. Sie bietet das größte Potenzial, ein Thema auf spannende und zugleich aufklärende Weise zu vermitteln.
Noch offen ist, ob im finalen Ausstellungsstück tatsächlich ein „Spiegel“ integriert wird. Vorerst werde ich das Projekt ohne dieses Feature umsetzen, um mich auf die inhaltliche und gestalterische Ausarbeitung zu konzentrieren. Am Ende des Prozesses entscheide ich dann, ob es sich anbietet, den Spiegel als zusätzliches Element einzubauen um noch eine engere Bindung zu den Nutzer*innen aufzubauen.
Für mein Projekt habe ich Kontakt mit The Female Company aufgenommen, um aus erster Hand Einblicke in ihre Arbeit und ihre Perspektive zum Thema zu erhalten. Leider war es aufgrund ihres vollen Terminkalenders nicht möglich, ein persönliches Interview zu vereinbaren. Dennoch haben sie sich freundlicherweise bereit erklärt, meine Fragen schriftlich zu beantworten. Dadurch habe ich trotzdem die Gelegenheit, wertvolle Informationen aus ihrer Praxis und ihrem Erfahrungsschatz in mein Projekt einzubeziehen. Die schriftlichen Antworten werden mir helfen, bestimmte Aspekte genauer zu verstehen und mein Konzept inhaltlich zu vertiefen.
Darüber hinaus werde ich in der kommenden Woche eine Hebamme interviewen, um den medizinischen und gesundheitlichen Hintergrund besser nachvollziehen zu können. Ihr Fachwissen wird mir helfen, das Thema aus einer professionellen Perspektive zu betrachten und sicherzustellen, dass die Inhalte meines Projekts auch sachlich und fachlich fundiert sind. Des Weiteren steht mir eine Hebammenstudentin zur Seite die mich mit entsprechenden Fachmaterial unterstützen wir und aufkommende Fragen, während des Projekts beantworten wird.
The female Company:
Leider habe ich auch nach nochmaliger Rückfrage an die Firma bisher keine Antwort mehr von The female Company bekommen.
Diese Fragen hatte ich für sie vorbereitet:
Hebammen:
Ich habe mit insgesamt drei verschiedenen Hebammen gesprochen. Die erste Hebamme hat mir leider sofort abgesagt.
Mit der zweiten Hebamme stand ich länger in Kontakt. Wir hatten ein paar Telefonate in denen wir über den Ablauf und mein Projekt an sich gesprochen hatten. Sie hat mir versichert, dass sie mir meine Fragen gerne beantwortet, daraufhin hat sie mich allerdings mehrmals aufgrund ihres vollen Kalenders vertröstet. An den Tag an dem das Interview eigentlich gewesen wäre, hat sich mich angerufen und mir mitgeteilt, dass sie das Interview leider doch nicht mit mir durchführen kann. Sie meinte, es sei ihr zu heikel, meine Fragen zu beantworten und „schlecht“ über Tampons und Binden zu sprechen.
Sie hat mich darauf hingewiesen, dass ich bei diesem Thema generell vorsichtig sein sollte. Offenbar hat sie in ihrem Umfeld schon mehrmals mitbekommen, dass größere Firmen Hebammen verklagt haben, wenn diese von Tampons, Binden oder auch Kinderwindeln abgeraten und stattdessen nachhaltige Alternativen empfohlen haben. Für diese Firmen sei so etwas anscheinend gleichbedeutend mit Rufmord oder dem Versuch, ihre Produkte in Verruf zu bringen.
Diese Fragen hatte ich für sie vorbereitet:
Dann habe ich noch mit einer dritten Hebamme gesprochen. Diese hatte mir auch erst zugesagt, dass sie meine Fragen gerne beantwortet. Ich habe diese auch nochmals angepasst, damit sie eher medizinisch sind und weniger konkret auf Tampons bzw. Nachhaltigkeit eingehen. Leider hat auch diese mir dann abgesagt, da sie meinte sie könne die Fragen nicht beantworten ohne sich vorher selbst nochmal ins Thema einlesen zu müssen, da sie in ihrem Alltag eher weniger damit konfrontiert ist.
Diese Fragen hatte ich für sie vorbereitet:
Letztendlich habe ich ein Interview mit Frau Theresa Schwab arrangieren können. Sie ist Coach und Mentorin für ganzheitliche Frauengesundheit. Sie begleite Frauen dabei, ihre Hormon- und Zyklusbalance zu finden, ihr Nervensystem zu regulieren und wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
Folgende Fragen habe ich für sie vorbereitet:
Welche digitalen Angebote oder Prozesse gibt es bereits?
Von the female Company:
Webseite
Blog
YouTube-Kanal
TikTok
Kooperationen
Ähnliche Konzepte:
Wo liegen Schwächen, Lücken oder Chancen für Verbesserung oder Erweiterung?
Aufklärung über Periode oft tabuisiert, oberflächlich, zu biologisch-trocken
Nachhaltigkeitsaspekt : Kaum Bewusstsein über ökologische Folgen von Tampons & Binden
Nutzer:innen sind meist passive Zuschauer:innen können nichts selbst herausfinden
Chancen:
spielerischer Aspekt (Ordne die begriffe)
Tieferes Verständnis
ganz anderes medium
Selbstbeteiligung
Vergleich visuell erlebbar machen
Touch-Interaktion fördert Selbstlernen & Neugier
Welche Nutzer:innen oder Zielgruppen sind betroffen?
Jugendliche (12–18 Jahre)Verständnis für Körper, Enttabuisierung
Junge Erwachsene (18–30 Jahre) Nachhaltigkeit, Selbstreflektion
Bildungseinrichtungen: Innovative Lehrmethode
Ausstellungen
Das Unternehmen/ Shops die verkaufen
Solange ich gerade noch auf die antworten meiner Expert:innen-Interviews warte, habe ich eine Nutzer:innen-Umfrage gestartet. Darin geht es um die verschiedene Themen die ich behandeln möchte wie Menstruation, Menstruationsprodukte, Nachhaltigkeit sowie Erfahrungen mit Aufklärung.
Erste Erarbeitung meiner Personas:
Überarbeitung Personas:
Generelle Nutzungsszenarien:
Nutzungsszenario Lotta:
Lotta steht mit ihrer Schulklasse in einer Ausstellung über den menschlichen Körper. Zwischen den vielen Stationen fällt ihr ein großer, bunt leuchtender Bildschirm auf. „Was passiert in meinem Körper während der Periode?“ steht oben auf dem Display. Neugierig tippt sie auf den Start-Button. Kurz zögert sie noch, weil sie sich fragt, ob jemand sieht, was sie gerade anschaut. Auf dem Bildschirm erscheint eine animierte Gebärmutter, die erklärt, was in den verschiedenen Phasen des Zyklus geschieht. Lotta hört aufmerksam zu, doch sie interessiert sich weniger für komplizierte Fachbegriffe. Viel wichtiger ist für sie die Frage, wie sie damit umgehen soll, wenn sie selbst einmal ihre Tage bekommt, was dann in ihrem Körper passiert und wie sie sich am besten darauf vorbereitet. Sie entdeckt Symbole für „Tampon“, „Binde“ und „Periodenunterwäsche“ und tippt neugierig darauf. Lotta weiß noch nicht, welches Produkt für sie am besten geeignet ist oder wie man sie richtig verwendet. Kleine Animationen zeigen ihr, wie jedes Produkt funktioniert und welche ökologischen Unterschiede es gibt. Lotta nutzt vor allem die Funktionen, die Wissen spielerisch und anschaulich vermitteln. Sie möchte verstehen, was in ihrem Körper passiert, ohne jemanden fragen zu müssen. Besonders faszinierend findet sie die Visualisierungen. Sie schaut sich unauffällig um und hoft dass niemand lacht, weil sie an dieser Station steht.
Nutzungsszenario Thomas:
Thomas lebt seit drei Jahren allein mit seiner zehnjährigen Tochter Lea. Sie ist ein fröhliches, offenes Kind, das langsam in die Pubertät kommt. Thomas merkt, dass sich bei ihr einiges verändert. Sie stellt neue Fragen, ist manchmal launisch, und er weiß, dass das Thema Menstruation bald aktuell werden könnte. Eines Nachmittags nutzt Thomas seinen freien Tag und besucht spontan eine Ausstellung zum Thema „Körper im Wandel“, die ihm von einem Kollegen empfohlen wurde. Beim Rundgang bleibt er an einem großen, leuchtenden Touchscreen stehen, auf dem eine stilisierte Gebärmutter zu sehen ist. „Was passiert während der Periode?“ steht darüber. Er bleibt kurz zögernd stehen. Er möchte vorbereitet sein, wenn Lea eines Tages ihre Periode bekommt, und er will ihr mit Sicherheit und Verständnis begegnen können. Also tippt er auf „Start“. Die Anwendung zeigt ihm animiert, wie sich der Zyklus über den Monat verändert. Kleine Texte erklären die körperlichen Vorgänge, ohne medizinisch oder überfordernd zu wirken. Besonders hilfreich findet er die Funktion, mit der man zwischen Tampons, Binden, Periodenunterwäsche und Menstruationstassen wechseln kann. Hier bekommt er einfache, neutrale Informationen über Handhabung, Hygiene und Umweltaspekte. Während er durch die Inhalte klickt, spürt Thomas Erleichterung. Endlich findet er eine sachliche, nicht peinliche Erklärung, die ihm das Gefühl gibt, etwas richtig machen zu können. Gleichzeitig stößt er auf kleine Hürden: Manche Begriffe wie „Hormonhaushalt“ oder „Schleimhautabstoßung“ sind für ihn schwer zu merken außerdem wünscht sich einfache Erklärungen, damit er sie seiner Tochter gut erklären kann. Eine funktion wie „Was sollte man seiner Tochter erklären, wenn sie ihre Periode bekommt?“. Auch fände er es praktisch wenn er Informationen speichern oder sich per QR-Code nach Hause schicken könnte damit er sie später nicht vergisst oder etwas falsches erklärt.
Bei der Erstellung der ersten Skizzen auf Grundlage meiner ursprünglichen User Journey ist mir aufgefallen, dass mein Ansatz weniger einem klassischen UX-Vorgehen entspricht, sondern vielmehr einem Storytelling-Ansatz. Aus diesem Grund habe ich die User Journey in eine zusammenhängende Storytelling-Struktur umgewandelt.
Parallel dazu habe ich zusätzlich eine neue User Journey ausgearbeitet, in die ich eine Periodentracker-Funktion integriert habe. Dadurch konnte ich den Nutzungskontext erweitern, sondern auch den Mehrwert der Anwendung erhöhen, indem sie um ein für die Zielgruppe relevantes Feature ergänzt wurde.
Storytelling Ansatz:
UX Ansatz:
In diesem Schritt habe ich an meinen Moodboards 2 und 3 weitergearbeitet. Bei Moodboard 2 habe ich die Illustrationen erneut angepasst, um sie optisch etwas weiter vom Moodboard zu entfernen. Außerdem habe ich eine weniger grelle, stärker an Pastellfarben orientierte Variante ausprobiert. Zusätzlich habe ich zwei weitere Varianten erstellt, in denen ich die Illustrationen komplett herausgenommen habe. Dabei habe ich einmal eine Rosa-Rot-Farbkombination getestet und einmal eine sanfte Blautonvariante.
Für Moodboard 3 habe ich ebenfalls weitere Farbvarianten entwickelt: einmal in einem sanften Blau und einmal in Beige. Nach einer Nutzer:innenbefragung habe ich mich jedoch gegen diese Varianten entschieden, da viele angaben, sie wirkten zu technisch für ein so nahes und persönliches Thema. Letztendlich habe ich dann mit Pastellfarben-Varianten weitergearbeitet, wobei ich die Illustrationen größtenteils entfernt habe und nur dort eingesetzt habe, wo sie erklärend unterstützen.
In diesem Schritt habe ich alles in meinen Prototypen eingesetzt. Dabei sind während des Testings noch einige Punkte aufgekommen, die ich verbessern konnte. Die Schriftgröße war teilweise noch zu klein, und auch die Abstände haben an der ein oder anderen Stelle nicht gepasst. Diese Anpassungen habe ich anschließend für die Abschlusspräsentation vorgenommen.
Plakate:
Screencast:
Promovideo: