Incom ist die Kommunikations-Plattform der Hochschule Hof Mediendesign

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Augmented Puzzle

1. Augmented Puzzle - Galerie

2. Abstract

Hinter dem „Augmented Puzzle“ verbirgt sich mehr, als nur ein gewöhnliches Puzzle. Besonders machen es einerseits die individuellen, selbstentworfenen und gedruckten Illustrationen von Pflanzen aus dem botanischen Garten. Hinter den selbstangefertigten Holzteilen verbirgt sich eine zweite, digitale Ebene, welche mit dem iPad erforscht wird. Der Betrachter wählt zwischen „Fun“ und „Facts“ und bekommt, je nach Auswahl, entweder spannende Fakten über die ausgewählte Pflanze erzählt, oder kann mit der AR-Illustration spielen.

3. Filmische Dokumentation

4. Rechercheergebnisse

Pflanzenauswahl

Für die Auswahl der Pflanzen die ich Illustrieren möchte, habe ich Frau Tögel vom botanischen Garten kontaktiert. Ich bekam auch super schnell eine Antwort mit Blumen und Bäumen, welche sich gut für die Karten eignen würden. Nun hab ich eine Auswahl von fünf Blumen erstellt, welche ich in den nächsten Schritten untersuchen, skizzieren und mittels Linoldruck, drucken werde. Ein Linoldruck-Set habe ich mir bereits bestellt und ich kann kaum erwarten es auszuprobieren, hoffentlich klappt es so, wie ich es mir vorstelle :-)

INFOS

Lewisia Cotyledon
Gewöhnlicher Bitterwurz, Porzellanröschen
Herkunft: Südwesten USA
Standort: Steingärten-/ mauern

Rosa de Rescht 
Rose de Resht, Rosa damascena
Herkunft: Umstritten > Frankreich/Iran?
Standort: im Kübel, Halbschatten  

Paeonia Mlokosewitschii
Kaukasus-Pfingstrose, Mlokosewitschs Pfingstrose
Herkunft: Kaukasus Gebirge
Standort: Sonnig auch im Kübel

Lysichiton americanus
Amerikanischer Stinktierkohl, Sumpfkalla, Stinkender Willie
Herkunft: Nordamerika
Standort: am Teich/Sumpf

Silphium perfoliatum 
durchwachsene Silphie, Verwachsenblättrige Becherpflanze
Herkunft: Nordamerika, Kanada 
Standort: trocken, Sonnig

5. Userjourney/Storyboard

Storyboard Dokufilm

Szene 01
-> Kamerafahrt entlang des Tisches, über das iPad, die Plots und die Puzzleteile.

Szene 02
-> Zoom auf den Plot „1. Puzzle“

Szene 03
-> Zoom auf den Stapel Puzzleteile, während eine Hand danach greift.

Szene 04
-> Kamerafahrt aus der (fast) Vogelperspektive, wie gepuzzelt wird -> Zeitraffer

Szene 05
-> Zoom auf den Plot „2. Scan“

Szene 06
-> Zoom auf das iPad mit dem Idle-Mode Screen, während eine Hand danach greift.

Szene 07
-> Person wird von schräg oben gefilmt, wie sie mit dem iPad über ein Puzzleteil fährt.

AM BEISPIEL LYSINCHTON & SILPHIUM

Szene 08a (Slide AR)
Person fährt mit iPad über Target -> Knöpfe erscheinen -> FACTS wird gedrückt

Szene 08b (Video)
iPad Screen wird gefilmt, während der Clip abläuft

Szene 08c (Slide AR)
Knöpfe erscheinen -> es wird FUN gedrückt

Szene 08d (Slide AR)
iPad fährt zur Illustration und die AR-Illu ploppt auf, Display wird gedreht und aus mehreren Winkeln gefilmt.

Szene 09
-> Zoom auf „3. REMOVE“

Szene 10
-> Zeitraffer von schräg oben, während die Person das Puzzle wieder auseinander nimmt und auf die Plot-Fläche zurücklegt.

Szene 11
-> Kurze Kamerafahrt über das Puzzle zur Abrundung

6. Skizzen/Entwürfe

Studien der Pflanzen/Illustrationen

neuer Stil?

inzwischen bin ich mit dem Stil meiner Illustrationen nicht mehr zufrieden. Sie sind immer noch zu detailreich und realistisch. Auch für den Linolschnitt sind die Formen und Linien zu fein. Gerade überlege ich, alles nochmal von vorne zu machen. Die Pflanzen genauer betrachten und in die simplen Grundformen verwandeln. Dies würde zwar wieder viel Arbeit erfordern, aber ich wäre nur dann auch zu 100% zufrieden.

Skizzen im neuen Stil

ich habe die Illustrationen optimiert, weil:

- die Vorgänger zu detailreich waren, was suboptimal für den Linolschnitt ist 

- ich durch die Puzzleteile noch nicht zu viel verraten möchte. Die „reale“ Pflanze soll erst in der AR enthüllt werden

- mir die Vorgänger zu originalgetreu waren (ich habe ja „nur“ die Konturen nachgefahren und etwas hin und her geschoben) Ich wollte etwas, das nur von mir kommt, etwas künstlerisches

Das kam dabei raus:

Skizzen und Ideen zur Umsetzung der Sammelkarten Idee

Skizzen zur Puzzle Idee

7. Studien/Prototypen

Untersuchungen FOTO/VIDEO

Bevor ich mich auf konkrete Themen, Medien und Techniken festlege, möchte ich verschiedene Punkte genauer untersuchen.

STORYTELLING: Was möchte ich erzählen?

- Geschichte/Märchen - Informationen - Kritik - etwas Unterhaltsames - einzelne Schlagwörter = künstlerisch

TYPO: Wie verhält sich welche Schrift im virtuellen Raum

- groß/klein - fett/dünn - 2D/3D/2,5D - stilisiert/illustriert/animiert

UMGEBUNG: Verhalten auf verschiedenen Unter- und Hintergründen

- Natur/Garten - klar, trüb, nachts, Sonnenauf- o. untergang - Räume - klein, groß, geräumig, vollgestellt - öffentliche Plätze - Hintergrund verändert sich durch z. B. Menschen

1.2 Ergebnisse der Untersuchung

- eine schlichte Farbgebung sorgt dafür, dass die Typo und der Hintergrund harmonieren und auf einem gemeinsamen Fokus- Level stehen

- Anordnungen aus kleiner, großer, fetter und dünner Schrift sorgen für abwechslungsreiche Dynamik

- Eine schlichte, dennoch moderne Schriftart ist besser lesbar und verträgt sich besser mit dem dynamischen Hintergrund

- Die Helligkeit der Typo hängt mit dem Hintergrund zusammen und muss dahingehend angepasst sein

- spielen mit transparenzen möglich, um wichtiges im Hintergrund nicht zu verdecken

Untersuchungen Typografie im Raum

Um die Wirkung der Typografie in AR zu Untersuchen, experimentierte ich mit der iOS App Adobe Aero und dem Programm Adobe Dimenson. Letzteres wird zum erstellen von 3D Modellen genutzt, ähnlich wie Blender, nur um einiges simpler. Diese Modelle lassen sich in der mobilen App sofort in die Augmented Reality einfügen, so dass man schnell ein Bild seiner 3D-Objekte bekommt. 
Beim Versuch, eine kurze Textpassage in Aero zu importieren, lief allerdings so manches schief. Als erstes wollte ich den Text als SVG importieren - Fehlermeldung: zu wenig RAM-Speicher. Dann versuchte ich ein PNG -> war zu pixelig -> Auflösung hochgeschraubt -> „Textur wurde nicht erkannt“. (siehe Bilder)

So probierte ich einige Stunden hin und her, bis ich auf die Idee, Adobe Dimensions zu benutzen, kam. Ich hatte mich wieder zu früh gefreut: „Dimensions konnte das Objekt nicht für Aero komprimieren“. War die Textpassage einfach zu komplex für die App? - Wahrscheinlich. Also warf ich die Idee kurzer Hand über Bord und versuchte einzelne Wörter zu importieren, und siehe da - it worked!

Experiment mit importierten Objekten (Adobe Dimension), Farbe und Illustrationen

Experiment mit Buchstaben aus der Aero Library und vorgefertigten Animationen

Aero/Dimension - Pro & Contra

+ man bekommt super schnell ein Bild seiner Modelle in AR
+ simples Interface und leicht zu bedienen
+ ermöglicht benutzerfreundlichen Einstieg ins 3D Modelling
+ kleine Animationen der Modelle, ohne eine Zeile Code
+ große Library mit vorgefertigten 3D Modellen

- komplexere Modelle können nicht importiert werden 
- einige Texturen können nicht dargestellt werden
- eingeschränker Gestaltungsspielraum (im Gegensatz zu Unity, Blender)
- beschränkung auf iOS Geräte 
- Ankerpunkte verschieben sich oft, was zu Folge hat, dass beim erneuten öffnen die Objekte nicht mehr an Ort und Stelle sind

Fazit: Zum experimentieren oder als Prototyp super! In einer Ausstellungssituation oder als finales Projekt nicht zuverlässig genug.

Experimente in Unity

für die technische Umsetzung der AR-App habe ich an Unity gedacht. Mit Vuforia Engine - einer AR development platform - die man in Unity einbinden kann, habe ich erste Tests durchgeführt und mich ins Programm eingelesen. 

Bei meinem kleinen Schnupper-Experiment habe ich die „Frage-Antwort“ Idee abstrakt umgesetzt. Ich halte ein Plakat mit einer Frage - in dem Fall einem Fragezeichen - in der Hand, welches gleichzeitig als AR-Marker dient. Das Programm erkennt den Marker und zeigt mir die Antwort - das Ausrufezeichen - auf dem Plakat an. Nach dem selben Prinzip soll der Typo-Dschungel auch funktionieren. Allerdings wird das AR Objekt kein zweidimensionales JPG sein, sondern 3D-Buchstaben. Diese stehen auch nicht starr auf dem Plakat, sondern befinden sich wild im Raum. Das hört sich zwar erstmal komplizierter an, sollte aber nach dem selben Prinzip funktionieren :-)

Experiment-Exkurs

Wie weit kann der AR-Marker verfremdet/abstrahiert werden?

- Kann man die Form aufmalen? In den Sand zeichnen? Mit Formen nachbauen?

-> Nein. Der AR Marker muss klar und deutlich zu erkennen sein. Je komplexer, kontrastreicher und detailreicher, desto besser und schneller wird er erkannt.

Siehe Bild: Dort habe ich getestet, ob ein aufgemaltes Fragezeichen genau so funktioniert, wie das ausgedruckte daneben. Das zweite Bild zeigt die Punkte, welche von Vuforia erkannt werden -> je mehr desto besser. Auf der Upload Page bekommen die Objekte auch ein Ranking, wie gut sie sich als AR-Marker anbieten

Neues Experiment: Dem Betrachter wird spielerisch eine Story erzählt

-> Fragestellung in der AR -> Antwortmöglichkeit in Form von Icon-Karten -> diese sind gleichzeitig AR Marker -> Beschreibung ploppt auf -> Story geht weiter

(Beispiel siehe Video)

Experiment: AR Informationsscreen

- Augmented Reality als neue Informationsebene

- es entsteht eine dritte Karte auf der weitere Informationen, wie Herkunft, Namen und Bilder als Animation gezeigt werden

Experiment mit zweidimensionalen Illustrationen in AR

um dem ganzen mehr Dreidimensionalität zu verleihen, versuchte ich, Objekte wie Schrift und Illustrationen in die AR zu setzen. Ich habe die Illustration in ihre einzelnen Schichten aufgeteilt und versetzt im Raum platziert. So entsteht eine ganz neue Ästhetik und die Illustration kann nur von einem bestimmten Winkel aus betrachtet werden. Hier könnte ich mir jetzt noch gut Typographie vorstellen, um Informationen wiederzugeben.

Experiment: Fenster in den Garten

Hier wird nicht der Raum nach vorne, sondern nach hinten genutzt und die Karte soll ein Fenster in den botanischen Garten sein. Man blickt quasi durch die Karte hindurch und sieht den Platz, an dem die Pflanze im botanischen Garten steht. Ich probiere gerade etwas mit Unity herum, wie ich das am besten anstellen könnte, für Tipps bin ich dankbar :-)

Experiment: AR Linoldruck 

Ich habe mich auch das erste mal ans Coden in Unity herangewagt und eine kleine Animation gebastelt. Das Problem ist nämlich, dass wenn man die komplette Illustration betrachten möchte, sich der Blick auf den Triggercode verschiebt und somit die Illustration verschwindet -> Daher die Rotation. 

Aktuell versuche ich folgendes:
Ein Wechsel zwischen der Illustration und der realen Pflanze als Animation. Klingt einfacher als es ist …

Farbschema

Die ersten Linolschnitte druckte ich mit schwarzer Farbe auf weißes Papier. Zeitlos, schlicht und modern, jedoch kein „Hingucker“. Daher mache ich mir gerade Gedanken über ein Farbschema für meine Illustrationen. Die Linolplatte kann ich nur mit einer Farbe bestreichen, also ist auch nur ein einfarbiger Druck möglich. Da ich jedoch 5 verschiedene Motive habe, kann ich theoretisch mit max. fünf verschiedenen Farben drucken. Theoretisch kann der Druck auch nachcoloriert werden, jedoch finde ich, es ist dann kein originaler, unbearbeiteter Linolschnitt mehr, sondern einfach ein „gemaltes“ Bild. Die Ästhetik würde verloren gehen.

Mit dem Tool coolors (https://coolors.co/) habe ich Farbpaletten für die verschiedenen Blumen erstellt. Pro Bild generierte ich mir 5 Farbtöne, aus denen ich mir dann jeweils einen herausgepickt habe, der am besten ins Gesamtschema passt.

Problem: Kosten & Farben

leider habe ich nirgends die genauen Farbtöne gefunden. Theoretisch könnte ich sie mir selber zusammenmischen, jedoch würde das preislich und zeitlich den Rahmen sprengen. Nun hab ich mir zwei Möglichkeiten überlegt: Entweder, ich beschränke mich auf zwei Farben (z. B. Pink und Gelb, weil auch die ausgewählten Blumen diese Farben besitzen) oder ich drucke in Schwarz/Weiß und nur die VR-Illustration erscheint farbig. 

Ich habe mich für die S/W-Variante entschieden. Zum einen ist es die günstigere Variante, da ich die schwarze Farbe sowieso schon besitze, außerdem kann ich die Illustrationen digital färben und erst in AR zeigen, biete somit einen Anreiz mehr, die Virtuelle Ebene zu erkunden. Außerdem kann ich mit den ausgewählten Farben arbeiten und muss mich nicht einschränken :)

Die Info Ebenen

Ebene 1: Namen

Bei meiner Recherche ist mir immer wieder aufgefallen, was manche Pflanzen doch für witzige oder skurrile Namen haben. Einen „stinkenden Willie“ merkt man sich sowieso eher als irgend eine andere „langweilige“ Information über Geschichte oder ähnliches.

Ebene 2: Herkunft

Hier wird grob auf der Karte angezeigt, wo die Pflanze ihre Wurzeln hat. (Haha, Wortwitz)

Ebene 3: Standort

Mit simplen Icons (hier habe ich auf die Material Design Library zurückgegriffen, teilweise habe ich die Icons aber auch selbst erstellt bzw. „umgemodelt“) wird der Standort der Pflanze gezeigt.

Ebene 4a: Bild

Hier wollte ich ursprünglich ein Foto der Pflanze zeigen, um dem Betrachter neben der abstrakten Illustration, die Blume auch „in echt“ bestaunen zu lassen. Leider hat mir Frau Tögel mitgeteilt, dass die Hälfte meiner Blume schon verblüht sind, und ich somit keine Fotos mehr machen kann.

Ebene 4b: Reale Illustrationen

Da die Idee mit den Fotos nun doch nicht funktioniert, habe ich überlegt, wie ich dem Besucher trotzdem ein Bild der realen Pflanze machen kann. Kurzerhand sind mir meine ersten Illustrations Experimente wieder eingefallen, die ich ja gerade weil sie zu realistisch sind, verworfen habe. Hier passen sie jedoch perfekt, und so entwickelte ich diese Ebene.

Experiment Layout

finales Layout 

am Beispiel Lysichiton Americanum

Experiment Linoldruck

die simple Ästhetik meiner Illustrationen hat mich total an die eines Linolschnitts erinnert. Die Idee, die Kartenmotive nicht nur zu entwerfen sondern auch zu drucken, finde ich absolut klasse. Die Karten beinhalten somit eine digitale, sowie eine „handgemachte“, Print Ebene.

Puzzel Prototyp

Experiment AR Buttons

Durch ein Youtube Tutorial bin ich auf diese Idee gekommen:

Die Karten/Puzzleteile dienen als AR-Interface. Durch virtuelle Buttons werden Interaktionen getriggert (z.B. ein 3D Modell ploppt auf).

Dieses Feature bietet einige interessante Möglichkeiten!

Überlegungen: Was passiert, wenn ich den Knopf drücke?

Idee 1: 2D/3D Illustration

Der zweidimensionale Druck beginnt, sich um 90 Grad auf der Z-Achse zu drehen. Die Pflanze „steht“ nun quasi als dreidimensionale Illustration auf der Karte

Idee 2: Fenster

Es ploppt ein „Fenster in den botanischen Garten“ auf. Blick man hindurch, sieht man den Ort im Garten, an dem die Pflanze steht. (Nur Sinnvoll wenn Ausstellungsort nicht der bot. Garten ist)

Idee 3: Textebene

Es erscheinen Informationen über die Pflanze. Z. B.: Herkunft, Aussehen, Namen etc. entweder als Textebene oder mit zusätzlichen Infografiken

Idee 4: Leinwand

Die Oberfläche der Puzzlekarten wird zur Leinwand. Es wird ein kleiner Animationsfilm abgespielt, welcher über die jeweilige Pflanze informiert.

Idee 5: Kombi Knöpfe

Knopf A ist das Textfeld mit dem Namen der Pflanze: Wird gedrückt,

ploppen Informationen über die Pflanze als Videosequenz auf der

Kartenoberfläche auf.

Knopf B ist die Illustration der Pflanze: Wird gedrückt, erscheint die Illustration der Pflanze so wie die wirkliche Pflanze, dreidimensional in der Augmented Reality.

Storyboad für Prototypen

Prototyp AR Buttons

AR Illustration mittels Slide AR

Mein Instagram Feed ist inzwischen vollgestopft von AR-Designs und Pflanzen Illustrationen. Auch Pinterest nutze ich viel für die Suche nach Inspiration für Gestaltungsstile. Auf Instagram wurde mir gerade ein kurzer Clip vorgeschlagen, der mich total an meine Puzzlekarten erinnert hat. Auf dem Instagram Profil von Slide AR habe ich noch mehr Arbeiten in meinem Stil gefunden. Die Idee mit den verschiedenen Ebenen der Illustration hatte ich ja bereits ausprobiert und momentan forsche ich wieder etwas herum, wie ich die Illustration am besten in 3D darstellen kann. Die Seite hat mir jede Menge neuen Input für meine Gestaltung gegeben, außerdem werde ich die App Slide AR mal ausprobieren und berichten :)

https://www.instagram.com/p/CBnnaZMDUKs/?igshid=kn8hl3ujhf6s
https://www.instagram.com/slide_ar/

Experiment: Slide AR

Slide AR ist eine iOS App für iPad und iPhone. Sie richtet sich an 2D Künstler, die ihren Illustrationen, durch VR, mehr leben einhauchen wollen. Also genau das richtige für mich :) 
Dir Funktion ist sehr simpel: Man exportiert sich seine Illustration in mehreren Layern als PNG oder JPG heraus und importiert diese wiederum in Slide AR. Dann nimmt man noch ein Target auf, was auch reibungslos funktioniert und schon kann man seine AR Illustration bewundern. Einziger Nachteil: die App kostet ca. 2€ (kann man aber mal investieren).

Experiment Splitscreen

(für den Dokufilm)

8. Umsetzung

Vorbereitungen für Plotter und Lasercutter

Edit:

Die schwarzen Flächen, die für iPad und Puzzleteile (links, rechts) gedacht sind waren mir optisch zu „schwer“. Um das Erscheinungsbild zu optimieren habe ich mich für eine Kontur statt Fläche entschieden.
Plot- und Laservorlagen habe ich auch noch etwas optimiert. Nächster Schritt ist, passendes Material im Baumarkt zu finden, am liebsten wäre mir eine Spanplatte, 3-4mm dick, gleich passend für den Lasercutter zugeschnitten. Hoffen wir, dass alles klappt und ich bis zum nächsten Treffen die „Hardware“ angefertigt bekomme, damit alles nach Zeitplan weiterlaufen kann :)

Problem: Lesbarkeit

Ich habe die schwarzen Plots nicht nur zur Orientierung gewählt. Ich dachte eigentlich, dass die herausgeschnittene Schrift auf den Puzzleteilen, durch den schwarzen Hintergrund des Plotts besser lesbar ist.

turns out - it's not

Durch den Ruß bekommt die Schrift eine schwarze Kontur, was die Lesbarkeit verschlechtert. 

Idee: die Teile mit farbigen Flächen hinterlegen. Ich benutze die zugehörigen Farben aus der AR Info-Ebene, somit wird das Farbschema auch hier wieder eingesetzt und gleichzeitig die Lesbarkeit verbessert!

Der Idlemode

Der Idle Mode bezeichnet den Zustand des iPads, wenn es nicht benutzt wird, wie eine Art Bildschirmschoner. Dieser kann natürlich auch zum UXD beisteuern, wenn darauf Informationen zur Bedienung abgebildet werden. Ich nutze den Idle Mode, um dem Benutzer eine Anleitung für die verschiednen Targets zu geben. Target A bezeichnet alle Illustrationen, welche beim scannen hauptsächlich „Fun“ bringen sollen. Target B steht für die Begriff-Teile, auf denen in der AR die „Facts“ visualisiert werden. So wird dem Nutzer vorab ein kurzer Überblick gegeben.

der iPad Clip

diesen Clip habe ich mit After Effects und dem 3D image tracker so bearbeitet, dass man denkt, die farbigen Info Kärtchen würden in AR aufploppen. Dieser Clip wird dann einfach auf dem iPad abgespielt und somit eine fake Augmented Reality erschaffen.

9. Projekttagebuch

Konzept Version 1

Es soll eine simple AR-App mit Unity erstellt werden, die Antworten auf spezielle Fragen parat hält. Diese Fragen beziehen sich auf die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Fragen/Antworten sollen als Denkanstoß fungieren. Das eigene Verhalten und die Auswirkungen dessen, soll Bewusst gemacht werden. Die Fragen stehen auf Plakaten, diese dienen gleichzeitig als AR-Marker. Hält man die App-Kamera auf ein Plakat, erploppen die AR-Antworten in der Umgebung auf. Die Antworten schwirren wild im Raum umher. Die Typo kommt als gestalterisches Mittel und Informationsträger zum Einsatz. Ziel ist zum einen die Informationsvisualisierung und der Denkanstoß, zum anderen soll erforscht werden, wie Schrift im virtuellen Raum wahrgenommen wird.

2.2 Ein Beispiel

Zum Mitnehmen oder hier essen?

- Essen war nie unökologischer

- 50.000 Tonnen Müll jährlich

- „Wegwerfmentalität“

- Pfand-Mehrwegboxen

- Unverpackt Läden

- Mehrwegkaffeebecher

Es werden jedoch keine konkreten Antworten geliefert, sondern mit Schlagzeilen oder Schlagwörtern gearbeitet. Diese müssen sorgfältig recherchiert werden und von seriösen Quellen stammen. Einzelne Wörter oder Sätze werden eher von den Betrachtern gelesen als lange Textabschnitte. Außerdem lassen sie sich besser gestalten und der Raum wird nicht „überflutet“.

Storyboard zum Konzept Version 1

Bild 1: Man sieht den Ausschnitt eines großen Raums. An den Wänden sind Plakate aufgehangen, welche von einer Person betrachtet werden. Auf den Plakaten stehen Fragen. Antworten jedoch fehlen.

Bild 2a/b: Die Person holt ihr Smartphone aus der Tasche und öffnet eine App

Bild 3/ Smartphoneansicht: Die App wird geöffnet und eine Kameraansicht erscheint. 

Bild 4: Die Person blickt durch die App und richtet die Smartphone-Kamera auf das Plakat.

Bild 5: Die Person schaut sich nun, mittels der App, im ganzen Raum um. 

Bild 6/ Smartphoneansicht/ Animation: Man sieht den Raum durch das Smartphone und erkennt, das überall Typografie verteilt ist. Bei genauerem Betrachten findet man die Antworten auf die vorher gestellte Frage.

stand 05.05.2020

- keine Plakate/Qr-Codes oder sonstiges -> Fokus auf AR und App

- „hindurchlesen“ -> langer, gerader Gang, gefüllt mit der Story

- Gutes Storytelling! -> Dramaturgie aufbauen ->Es muss Anreiz zum weiterlesen gegeben sein. (Nicht nur Informationen) eventuell mit Silke oder Karoline Mueller-Stahl sprechen

- Eher Stichwörter und Schlagzeilen anstatt ganzer Textpassagen

- Einzelne Wörter animieren, miteinander agieren lassen und so die Story lebendig erzählen lassen

- Fragen in der AR Stellen und Antworten selbst geben, das wiederum triggtert ein AR Objekt und die Story geht weiter -> Unity Tests machen (reicht ein aufgemaltes Fragezeichen als Marker? Wie weit kann man abstrahieren? A, B oder C als Antwortmöglichkeiten?)

Pitchdeck (veraltet)

Konzept Version 2: Sammelkarten

Eine neue Idee

Weg von „nur Typo“. Hin zu mehr Gestaltung, mehr Story, mehr Info, mehr Haptik, mehr Spaß.
Das Projekt entwickelt sich weiter und das ist auch gut so. Es optimiert sich durch den experimentellen Prozess und durch stetige Verbesserungen und Änderungen wächst es weiter, über die ursprüngliche Idee hinaus. Die AR Marker sind nun Sammelkarten. Gesammelt werden Pflanzen des botanischen Gartens. Anzahl noch offen, jedoch sollten sie überschaubar bleiben. Ziel ist es, zwei zusammenpassende Karten zu sammeln. Die A-Karte zeigt eine Illustration, die B-Karte den Namen (Fachbegriff). Passen A- u. B-Karte zusammen, entsteht aus den kryptischen Zeichen der Rückseiten, gemeinsam ein AR-Marker. Via App und Smartphone wird nun eine Information in der Augmented Reality abgespielt. Dies könnte z.B. ein 3D-Modell der Pflanze, eine Karte des Ursprungslandes oder Infos über die Pflanze allgemein sein.

neuer reduzierter Gestaltungsansatz:

- Schwarz-Weiß bzw. Graustufen

- besondere Merkmale werden mit grellen Tönen hervorgehoben

Stand 03.06.2020 - Besprechungs-Notizen

- Informationen überlegen? Erzählt der Ort schon Informationen? Was wird in AR alles erzählt?
- Wo findet man die Karten? Im bot. Garten? Werden sie verkauft? Idee: kleine Ständer wie bei Spiel „Wer ist es?“ auf Stehle/Terminal 
- Welche Auflage -> mit Frau Tögel besprechen
- Idee: Puzzle? Recherche: Kosten, Herstellung -> Prototyp ausprobieren
- Idee: Papieroptik/Shader, Bsp. Paper Mario
- Ausprobieren: verschiedene Modi ähnlich wie bei Weird Type App

Die Puzzle Idee

- Aus Sammelkarten werden Puzzelteile
- Fünf Pärchen (10x Din A6)
- Rückseite fällt weg 
- Imagetracking nicht mehr durch „Code“ sondern durch Anordnung der richtigen Illustration + Name
- Ausstellungsort: kann ganz simpel auf einer Stehle oder einem Tisch ausgestellt werden (Größe mindestens 65 x 45cm)
- Material: Holz oder Pappe (kann mit dem Lasercutter bearbeitet werden)
-Motiv wird direkt aufgedruckt (Linolschnitt) = keine Druckkosten

Fazit Pro&Con:
+ eignet sich gut zum tracken, da sehr detail- und kontrastreich
+ größer als Sammelkarten = Druck kommt besser zur Geltung
+ Holz statt Papier = stabiler und hochwertiger
+ man kann direkt von der Linolplatte auf das Holz drucken
+ eignet sich zum Ausstellen besser als kleine Sammelkarten

- ist nichts zum „mit nach Hause nehmen“
- kann nicht in hoher Auflage produziert und verkauft werden = keine mögliche Einnahmequelle für den bot. Garten
- Technisches Problem: Bereits wenn ein Puzzleteil von Unity erkannt wird, wird die AR-Ebene getriggert -> Lösung suchen

Stand 09.06.2020 - Besprechungs-Notizen

- Die Puzzelteile bieten mehr Vorteile als die Sammelkarten, weshalb ich diesen Ansatz weiter verfolgen werde

- Die Idee mit den Buttons ist super, allerdings bietet sie wieder einige Ausführungsmöglichkeitern -> Ausprobieren & Experimentieren!

- Man könnte z.B. mit mehreren Knöpfen spielen (Hamster) allerdings darf es nicht zu spielerisch werden

- Kombinatorik (wenn man einen Knopf drückt ploppen zwei weitere auf usw…)

- Die Karte als Interface gestalten (Analoger und oder Digitaler Button?)

To-Do: Woche 23. Juni - 30. Juni 2020

„Hardware“ anfertigen

- Prototypen basteln + UX ✓
- Illustrationen fertigstellen (5/5✓)  
- Illustrationen kontrollieren (zu klein/groß/drick/dünn) ✓
- Linolplatten bestellen ✓ Schnitte anfertigen ✓
- Holzplatte besorgen ✓, Schnitt anlegen ✓ und cutten lassen  ✓
- Puzzleteile bedrucken  ✓
- Plot anlegen ✓, Plotfolie besorgen ✓ und plotten lassen  ✓

Dokufilm

- Icons für Herkunft und Vorkommen anfertigen ✓
- Informationen aufbereiten (Name, Herkunft, Fotos) ✓

To-Do: Woche 30. Juni - 07. Juni 2020

- Brainstroming zum Storyboard (was will ich zeigen?) ✓
- Storyboard anfertigen, Feinheiten und Übergänge überlegen ✓
- „Vorführvideos“ und Slide AR auf dem iPad vorbereiten ✓
- Probefilm abdrehen (mit Platzhaltern) ✓

To-Do: Woche 07. Juni - 14. Juni 2020

- Testpersonen ✓ und Raum organisieren und Setup aufbauen ✓
- drehen, schneiden, bearbeiten ✓

14. Juni 2020 - Präsentation

Der Dokufilm

Version 1.0

Überlegungen Treffen am 07.07.20

- Ton? Braucht man Hintergrundmusik? Stimmt aus dem Off, welche Abstract vorliest? -> Nein, nur Musik -> an drei verschiedenen Sounds testen

- Übergänge? Sind sie passend? Zu viel oder zu wenig? -> passt, eventuell noch eine „Schärfenfahrt“ einbauen -> Test

- Effekte? Muss im Video noch mit Effekten gearbeitet werden, um den Ablauf des Puzzles verständlicher zu machen? Also z.B. die Info Ebenen erklären ( es gibt 4 Info Ebnen für jede Pflanze, … ) -> Nein, soll selbsterlärend sein

- AR Buttons nicht verwerfen, wäre viel zu schade -> Einmal alles an einer Pflanze durchspielen (Knopf drücken, Info Ebene 1-4, Illustration)

- AR Button Anleitung im Idle Mode zeigen -> Idiotensicher

- eventuell mit Splitscreen arbeiten, um mehr in kurzer Zeit zu zeigen

Dokufilm Version 2.0

Test mit drei verschiedenen Sounds

Ein Projekt von

Fachgruppe

Mediendesign

Betreuung

Prof. Michael Zöllner Igor Fürnberg

Zugehöriger Workspace

Storytelling

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2020