Queere Geschichte in Deutschland

Queeres Leben hat in den letzten Jahren immer mehr gesellschaftliche Sichtbarkeit erlangt, so dass manchmal der Eindruck entstehen kann, es würde sich dabei um eine flüchtige Trenderscheinung handeln. Doch dass sich die derzeitige rechtliche und gesellschaftliche Lage erst über Jahrhunderte erkämpft werden musste, wird in der konventionellen Geschichtserzählung oft ausgelassen. „Queere Geschichte in Deutschland“ rekonstruiert die deutsche Vergangenheit seit der Kaiserzeit bis heute aus der Perspektive schwuler, lesbischer und trans* Personen und will somit eine Lücke in der heteronormativen Erzählung füllen.

Die Arbeit richtet sich an alle Personengruppen und soll zeigen, dass queeres Leben schon immer Teil unserer Gesellschaft gewesen ist.

Designprozess

In der anfänglichen Idee befasste sich das Magazin mit der queeren Geschichte seit der Antike bis heute auf internationaler Ebene. Ergänzend sollte es Infografiken und Interviews geben, um neben der statistisch-objektiven Ebene auch das emotionale Erleben der Lesenden anzusprechen. 

Da es es nicht DIE EINE queere Community gibt, sondern es aufgrund kultureller Unterschiede und verschiedener geschichtlicher Hintergründe in jedem Land eine Vielfalt queeren Lebens gibt, habe ich mich in der finalen Arbeit auf ein Land, nämlich Deutschland, beschränkt. Durch diese eigene Einschränkung konnte ich mich inhaltlich effektiver in die Tiefe begeben. Zeitlich habe ich mich auf den Beginn des deutschen Kaiserreiches (Ende 19. Jahrhundert) bis heute beschränkt, da spannende Entwicklungen in Bezug auf Forschung, Recht und Gesellschaft in dieser Phase begonnen haben. Auch die Dokumentation queeren Lebens wird ab diesem Punkt allmählich umfangreicher, was meine Recherche überhaupt möglich machte.

Später habe ich mir zwei Umsetzungsvarianten überlegt, von denen am Ende auch die Gestaltungsweise abhängig sein würde.

Die erste Variante sollte pinke Farbfolien nutzen, um Inhalte symbolisch sichtbar und unsichtbar zu machen. Bei dieser Umsetzung wollte ich mich auf eine Akzentfarbe, nämlich Pink, festlegen und Fotos dementsprechend monochrom bearbeiten.

Die zweite Variante sollte farbliche Inspiration von der Regenbogenflagge als das queere Symbol schlechthin nehmen. Mit buntem Papier und verschiedenen Papiergrößen und -wechseln, sollte diese Variante das Gefühl einer Sammlung verschiedener Geschichten vermitteln. Hier lag der Fokus vor Allem auf der farbenfrohen Papiersammlung, so dass die Bildbearbeitung wahrscheinlich eher in Graustufen gewesen wäre, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen.

Variante 1

Variante 2

Nachdem ich meinen ersten Besuch bei der Druckerei hatte, habe ich mich umsetzungstechnisch festgelegt:

Inhalt: weißes unbestrichenes Papier, Graustufenbilder und monochrom pinke Bilder, Sonderfarbe Leuchtpink als Akzentfarbe

Exkursthemen: pinkes unbestrichenes Papier, Graustufenbilder und schwarze Typografie

[später weggefallen, weil sich zu wenig Interviewpartner gemeldet haben! -> Interviews: ausklappbares weißes unbestrichenes Papier]

Visuelles Archiv

Sammlung zur Bildsprache der queeren Subkultur

konkrete Gestaltungsinspiration

Umsetzungsbeispiele für Sonderfarbe (Pink)

konkrete Ideen für Gestaltung

Typografie-Sammlung für die Kapitel

Pitchdeck

Flip-Through

Cover

Inhalt

Ansichts-PDF

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31.03.26 _ meine persönliche Nostalgie

07.04.26 _ Moodboard Memphis

14.04.26 _ False Memory Poster

21.04.26 _ Impulsvortrag

09.06.26 _ Zwischenpräsentation

07.07.26 _ Abschlusspräsentation

10.07.26 _ Werkschau